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Config Generator

Was ist der Config Generator?

Mit dem Config Generator stellen Sie die Einstellungen Ihres Evrlast-Geräts ein — zum Beispiel, wie oft das Gerät misst und wie oft es seine Messwerte verschickt. Aus Ihren Eingaben erzeugt das Tool einen kurzen Konfigurationscode. Diesen Code geben Sie in Ihrem LoRaWAN-Netzwerk als Befehl an das Gerät weiter. Das Gerät übernimmt die neuen Einstellungen automatisch, sobald es den Befehl empfängt.

Wenn Sie einen vorhandenen Code prüfen möchten („Was steht da eigentlich drin?"), können Sie ihn im Config Generator auch wieder zurück­übersetzen.

Brauche ich den Config Generator?

  • Ja, wenn Sie Ihr Gerät über ein eigenes LoRaWAN-Netzwerk betreiben (z. B. The Things Network, Chirpstack oder einen anderen Anbieter) und es nicht in der Evrlast-Cloud registriert haben.
  • Nein, wenn Sie Ihr Gerät in der Evrlast-Cloud angelegt haben. Dort können Sie alle Einstellungen direkt in der Geräteansicht vornehmen — die Cloud schickt die Befehle dann selbst an das Gerät.

Voraussetzungen

  • Sie haben ein Evrlast-Konto und sind in der Evrlast-Oberfläche angemeldet. Auch wenn Sie Ihr Gerät außerhalb der Evrlast-Cloud betreiben, benötigen Sie für den Config Generator einen Evrlast-Account.
  • Sie wissen, welche Firmware-Version (die Software auf dem Gerät) das Zielgerät verwendet. Diese steht z. B. auf einem Aufkleber am Gerät oder lässt sich über den Web Flasher auslesen.
  • Sie können in Ihrem LoRaWAN-Netzwerk Befehle an das Gerät senden. Wo genau Sie das tun (oft „Downlink" oder „Send command" genannt), zeigt Ihnen die Anleitung Ihres Netzwerk-Anbieters.

Config Generator öffnen

  1. Melden Sie sich in der Evrlast-Oberfläche an.
  2. In der linken Navigation klicken Sie unter Hardware LoRaWAN-Tools auf Config Generator.

Einstellungen festlegen

1. Firmware-Version auswählen

Wählen Sie im Dropdown Firmware-Version die Version aus, die auf Ihrem Gerät installiert ist. Erst danach werden die passenden Einstellungs­felder angezeigt.

Bitte die richtige Version wählen

Die Einstellungen hängen von der Firmware-Version ab. Wenn Sie die falsche Version wählen, kann das Gerät den Befehl nicht richtig verstehen. Wenn Sie unsicher sind, schließen Sie das Gerät einmal kurz an einen USB-Port an und prüfen die Version mit dem Web Flasher.

2. Geräteeinstellungen eintragen

Sobald die Firmware-Version geladen ist, erscheinen die zugehörigen Einstellungen. Die wichtigsten sind:

  • Messintervall (Minuten) — wie oft das Gerät einen Messwert aufnimmt.
  • Sendeintervall (Minuten) — wie oft das Gerät die gesammelten Messwerte verschickt.

Was bedeuten Mess- und Sendeintervall?

Misst das Gerät jede Minute (Messintervall = 1) und sendet alle zwei Stunden (Sendeintervall = 120), dann verschickt es pro Funkmeldung 120 Messwerte auf einmal. Längere Sendeintervalle schonen die Batterie, kürzere liefern Daten in Echtzeit.

Das Sendeintervall muss immer ein Vielfaches des Messintervalls sein — also z. B. bei einem Messintervall von 5 Minuten sind 5, 10, 15, 30 oder 60 Minuten erlaubt, aber nicht 7 oder 12 Minuten.

3. Sensoren angeben (optional)

Im Abschnitt Sensorkonfiguration legen Sie fest, welche Sensoren am Gerät angeschlossen sind. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Physischen Sensor hinzufügen — wählt einen Standard-Sensor von Evrlast aus einer Liste aus (z. B. Ultraschall, Radar, Temperatur).
  • Generischen Sensor hinzufügen — für Sensoren, die nicht in der Standardliste enthalten sind. Diese Option ist nur in Sonderfällen nötig.

Über das -Symbol neben einem Sensor können Sie Grenzwerte festlegen, bei deren Über- oder Unterschreiten das Gerät reagieren soll.

Im Zweifel: die Standardsensoren reichen

Für die typischen Evrlast-Pegelstationen müssen Sie nur einen physischen Sensor aus der Liste auswählen. Die Option „Generischer Sensor" ist nur für Sonderfälle gedacht.

4. Code erzeugen und an das Gerät senden

  1. Klicken Sie auf Kodieren. Im Feld Hex-Ausgabe erscheint nun der Konfigurationscode — eine längere Reihe aus Buchstaben und Zahlen. Über dem Feld erscheint die Bestätigung „Erfolgreich kodiert."
  2. Kopieren Sie den kompletten Code (am einfachsten mit Strg + A im Textfeld, dann Strg + C).
  3. Wechseln Sie in die Oberfläche Ihres LoRaWAN-Netzwerks (z. B. The Things Network oder Chirpstack). Dort gibt es die Möglichkeit, einen Downlink oder Befehl an das Gerät zu senden. Fügen Sie den Code dort ein und schicken Sie ihn ab.
  4. Sobald das Gerät den Befehl empfangen hat, übernimmt es die neuen Einstellungen automatisch.

Wann wird der Befehl beim Gerät ankommen?

LoRaWAN-Geräte empfangen Befehle nur, wenn sie selbst gerade etwas senden. Je nach eingestelltem Sendeintervall kann es deshalb einige Minuten oder Stunden dauern, bis Ihre neuen Einstellungen am Gerät angekommen sind.

Vorhandenen Code prüfen

Wenn Sie einen Code haben, dessen Inhalt Sie nachvollziehen möchten:

  1. Wählen Sie oben die passende Firmware-Version.
  2. Fügen Sie den Code in das Feld Hex-Ausgabe ein.
  3. Klicken Sie auf Dekodieren. Es erscheint die Bestätigung „Erfolgreich dekodiert."
  4. Die Einstellungen und Sensoren aus dem Code werden in der Oberfläche angezeigt. Sie können sie bei Bedarf anpassen und mit Kodieren einen neuen Code daraus erzeugen.

Häufige Probleme

„Firmware-Versionen konnten nicht geladen werden."

  • Prüfen Sie, ob Sie noch eingeloggt sind. Eventuell wurden Sie automatisch abgemeldet.
  • Laden Sie die Seite neu (Strg + F5).
  • Sollte das Problem weiterhin bestehen, kontaktieren Sie den Evrlast-Support.

Das Sendeintervall lässt sich nicht speichern

Das Sendeintervall muss ein Vielfaches des Messintervalls sein. Bei einem Messintervall von 5 Minuten sind also z. B. 5, 10, 15, 30 oder 60 Minuten erlaubt — aber nicht 7 oder 12 Minuten.

Das Gerät übernimmt die neuen Einstellungen nicht

  • Stellen Sie sicher, dass die Firmware-Version im Config Generator wirklich der Version auf Ihrem Gerät entspricht.
  • Prüfen Sie in Ihrem LoRaWAN-Netzwerk, ob der Befehl tatsächlich versendet wurde. Die meisten Anbieter zeigen das in einer „Nachrichten"- oder „Frame"-Übersicht.
  • Achten Sie beim Einfügen darauf, dass der Code vollständig und ohne Leerzeichen oder Zeilenumbrüche im Befehlsfeld steht.
  • Denken Sie daran: Das Gerät empfängt Befehle nur nach einer eigenen Funkmeldung. Je nach Sendeintervall kann es einige Minuten oder Stunden dauern, bis die neuen Einstellungen ankommen.